Facharzt für Orthopädie
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Thomas Hüfner

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Stosswellentherapie (radial und hochenergetisch)

Die Stoßwelle ist eine hochenergetische Schallwelle. Seit Jahrzehnten als Standard beim Zertrümmern von Nierensteinen eingesetzt, nimmt sie heute auch in der Orthopädie einen festen Platz als vielseitige Therapieform ein (Extrakorporale Stoßwellentherapie, ESWT).

Vorteile

  • Behandelt weitgehend risiko- und nebenwirkungsfrei
  • Beschleunigt den Heilungsprozess im Körper
  • Verbessert den Stoffwechsel und die Durchblutung
Stoßwellentheapie
(zum Vergrößern Bild anklicken)

Formen der Stoßwellen
Es gibt drei unterschiedliche Ausprägungen der Stoßwelle: radial, fokussiert und planar, wobei die planare Stoßwelle eine Sonderform der radialen darstellt.

1. Radial
Radiale Stosswellen (R-SW) werden über ein frei bewegliches Handstück in den Körper eingeleitet und erfassen die gesamte Schmerzzone. Radiale Stosswellen werden auch – physikalisch korrekt – als radiale Druckwellen bezeichnet.

2. Fokussiert
Fokussierte Stosswellen (F-SW) sind kurzwellig und auf eine Fokuszone ausserhalb des Therapiekopfes konzentriert. Sie entfalten ihre Wirksamkeit in der Tiefe. Diese Eindringtiefe kann mit Vorlaufstrecken variiert und der zu behandelnden Gewebeebene angepasst werden.

3. Planar/defokussiert
Planare/defokussierte Stosswellen (C-ACTOR®) werden vorzugsweise zur Diagnostik und Behandlung des myofaszialen Triggerpunktsyndroms und in der Wundheilung eingesetzt.

Indikationen für die radiale Stoßwellentherapie

Nach vorliegenden Erhebungen für die radiale extrakorporalen Stoßwellentherapie lassen sich bei den typischen Indikationen in ca. 70 bis 90 % der Fälle langfristig gute bis sehr gute Behandlungsergebnisse erzielen:

  • Tennis- und Golferellenbogen (Epicondylopathia radialis/ulnaris)
  • Chronische Schultersehnenbeschwerden mit und ohne Verkalkungen (Impingement-Syndrom/Tendinosis calcarea)
  • Fersensporn (Fasziitis plantaris)
  • Patellaspitzensyndrom
  • Tibiakantensyndrom
  • Chronische Achillessehnenbeschwerden (Achillodynie)
  • Schmerzhafte Sehnenentzündungen am Hüftkamm (Bursitis trochanterica)
  • Chronische Schmerzen im Rücken-, Schulter- und Nackenbereich (Myofasziale Schmerzsyndrome)

Es gibt nur wenige Gegenanzeigen, die nach aktuellem Kenntnisstand die Anwendung von radialen Stoßwellen einschränken:

  • Patienten mit Gerinnungsstörungen / Marcumarpatienten
  • Tumorpatienten
  • Wachstumsfugenbereich bei Heranwachsenden
  • Schwangerschaft
  • Herzschrittmacher

Indikationen für die fokussierte Stoßwellentherapie

Die extrakorporale Stoßwellentherapie dient zur Behandlung von chronischen und punktförmigen Schmerzen, vornehmlich im Knochen – Sehnen – Übergangsbereich und im Muskelansatzbereich

  • Kalkschulter
  • Tennis-/Golferellenbogen
  • Fersensporn
  • Achillessehnenbeschwerden
  • Chronische Entzündungen der Sehnenansätze am Schultergelenk
  • Schleimbeutel/Sehnenansatzentzündungen am Hüftknochen
  • "weiche Leiste" im Profifußball
  • Belastungsschmerz an der Schienbeinkante
  • Schleimbeutelentzündung an der Kniescheibenspitze
  • Falschgelenke (Pseudoarthrosen)
  • Triggerpunkte der Rückenmuskulatur als Auslöser therapieresistenter Rückenschmerzen
  • Arthrosen

Die Gegenanzeigen entsprechen denen der radialen Stoßwellentherapie.

Indikationen für die planare/defokussierte Stoßwellentherapie

  • Diabetische Gangrän
  • Wundheilungsstörungen
  • Chronisch offene Wunden, z.B. ulcus cruris
  • Cellulitis

Welche Therapieform ist am besten?

Grundsätzlich ist die radiale Stoßwellentherapie nur für Weichteilbereiche geeignet. Therapie in Knochen- oder Knorpelnähe ist die Domäne der fokussierten Therapie. Wir favorisieren für viele Indikationen die Kombination beider Verfahren. Die fokussierte Therapieform wird dabei zunächst für fokale Therapiemaßnahmen, die radiale Stoßwelle für ergänzende flächige Anwendungen genutzt.

Schmerztherapie (Extrakorporale Stoßwelle):
Nicht-invasive Behandlung von Schmerzen oder Erkrankungen im knochennahen Weichteilebereich des Stütz- und Bewegungsapparates. Tendopathien und Insertionsdesmopathien sind für den ESWT-Applikator die häufigsten Indikationen. Typische Indikationen sind beispielsweise Kalkschulter, Fersensporn, Tennisellbogen und Achillodynie.

Triggerpunkttherapie (TrST) bei myofascialen Schmerzsyndromen:
Das Handstück wird direkt am Trigger angesetzt. Akustische Impulse werden mit hoher Frequenz (bis zu 35 Hz) in die Triggerzone eingeleitet und bewirken die Auflösung der Trigger. Häufigstes Einsatzgebiet sind dabei Rückenbeschwerden.

Die Behandlung gehört nicht zum Regelleistungsspektrum der gesetzlichen Krankenkassen.